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abgeschlossene Studie

Auswirkungen einer ambulanten enteralen und parenteralen Ernährung auf die individuelle Lebensqualität

Durch WissWerk begleitete Bachelorarbeit von Frau Libusha Kesting

Ziel der Datenerhebung

Das Ziel war es, zu untersuchen, wie sich eine ambulante Ernährungstherapie auf die individuelle Lebensqualität von Patienten auswirkt.

Methoden

An der Studie nahmen ambulant enteral oder parenteral ernährte Patienten teil. Die Lebensqualität wurde mittels validiertem SF-12 Fragebogen erfasst. Zur Erhebung des Risikos einer Mangelernährung wurde der NRS-2002 verwendet.  Daten wurden am Anfang der Therapie, sowie vier Wochen und 8 Wochen nach Beginn erhoben.

Ergebnisse

Die ambulante Ernährungstherapie konnte nach 60 Tagen das Risiko einer Mangelernährung nachweislich verringern. Dem verbundenen Gewichtsverlust wurde effektiv entgegengewirkt und das Gewicht stabilisierte sich. Die körperliche Lebensqualität konnte durch die gezielte ambulante enterale bzw. parenterale Ernährungstherapie nachweislich verbessert werden, die psychische Lebensqualität stabilisierte sich.

Zusammenfassung und Ausblick

Es kann festgehalten werden, dass eine ambulant künstliche Ernährungstherapie das Risiko einer Mangelernährung verringert, die körperliche Lebensqualität bei den meisten Patienten verbessert, und die psychische Lebensqualität erhält.

Diese Resultate unterstreichen zudem die Wichtigkeit einer qualifizierten Ernährungstherapie während mangelernährte Patienten eine künstliche Ernährung erhalten.

Die Auswirkungen der unterschiedlichen Zugangswege und Applikationsformen auf die Lebensqualität könnten durch diese Fragebögen in künftigen Forschungen genauer betrachtet werden.

Wünschenswert wäre eine prospektive Studie mit einem größeren Patientenkollektiv, um die Auswirkungen der ambulanten enteralen und parenteralen Ernährung auf die Lebensqualität zu untersuchen.

Um weitere spezifischere Daten zu erlangen und die Ernährungsinterventionen besser an die individuellen Bedürfnisse der mangelernährten Patienten anzupassen, könnten auch die Werte der bioelektrischen Impedanzanalysen (kurz: BIA Messung) hinzugezogen werden.