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Studienergebnisse: Eine verbesserte Lebensqualität mit Durchführung der transanalen Irrigation

In der MagSi Ausgabe 76, April 2018, wurde das Thema der transanalen Irrigation bereits ausführlich beschrieben. Ebenso wurde die Studie kurz erläutert und im Rahmen dessen konnten schon erste Zwischenergebnisse zusammengefasst werden.

Die transanale Irrigation und Hintergründe zum Studienvorhaben

Bei der transanalen Irrigation (auch anale Irrigation genannt) handelt es sich um eine Methode, die eine kontrollierte Darmentleerung unterstützt. Bei regelmäßiger Anwendung kann dieses Verfahren ungewollte Stuhlabgänge zwischen den Irrigationen verhindern sowie auch eine regelmäßige Stuhlentleerung zu festen Zeiten fördern.

Durch die Einführung moderner Operationstechniken hat sich die Rate an kontinenzerhaltenen Rektumresektionen deutlich erhöht. Dennoch kann es nach tiefen Rektumresektionen noch häufig zu Darmfunktionsstörungen kommen.                                                                                                                    

Gerade bei tiefen Rektumresektionen gehen mit dem Kontinenzerhalt verschiedene Funktionsstörungen einher, die häufig dem sogenannten TAR (Tiefes Anteriores Resektions Sydrom)  bzw. dem synonym verwendeten LARS (Low Anterior Resection Syndrome) entsprechen.  

Die Klinik für Allgemeine Chirurgie, Viszeral-, Gefäß- und Kinderchirurgie am Universitätsklinikum des Saarlandes (Direktor Prof. Dr. M. Glanemann) hat in Zusammenarbeit mit WissWerk und der PubliCare GmbH die Auswirkungen der transanalen Irrigation in einer klar definierten Patientengruppe untersucht.

Ziel war es, zu analysieren, welche Auswirkungen diese Behandlungsmethode auf die Lebensqualität bei Patienten hat, die speziell unter persistierender Stuhlinkontinenz nach resezierenden Eingriffen am Rektum leiden.

Basierend auf den Ergebnissen kann zusammenfassend gesagt werden, dass es den in dieser Studie beobachteten Patienten durch die Anwendung der transanalen Irrigation deutlich besser geht. Die Lebensqualität verbesserte sich signifikant.

 

Mittlerweile liegt die komplette Auswertung vor, die in der MagSi Ausgabe 81, Dezember 2019, veröffentlich ist.

Mehr dazu und den Sonderdruck finden Sie unter diesem Link.

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